Haus der Zukunft

„Haus der Zukunft“ ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Aufbauend auf der solaren Niedrigenergiebauweise und dem Passivhaus-Konzept sowie Ansätzen im Bereich zur Nutzung ökologischer Baustoffe und nachwachsender Rohstoffe im Bauwesen wurden neue zukunftsweisende Konzepte entwickelt und umgesetzt.

Durch Forschung und Entwicklung konnte eine Basis für innovative und nachhaltige Konzepte sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung entwickelt werden.

Bis Herbst 2009 wurden 6 aufeinander aufbauende Ausschreibungen durchgeführt. Von über 700 eingereichten Projekten wurden etwa 300 finanziert. Seitens BMVIT wurden bisher mehr als 35 Mio. Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt.

Haus der Zukunft“ hat mit der Planung und Realisierung von innovativen Wohn- und Bürogebäuden richtungsweisende Schritte für das ökoeffiziente Bauen und eine nachhaltigen Wirtschaftsweise in Österreich gesetzt:

  • Die wissenschaftliche Kompetenz in diesem Fachbereich ist in Österreich stark gestiegen.
  • Österreich weist die höchste Passivhausdichte weltweit auf.
  • Österreichische Betriebe konnten die weltweite Technologieführerschaft im Bereich Nachhaltiges Bauen übernehmen.
  • Anpassungsprozesse der Wohnbauförderung an neueste Entwicklungen im Bereich des Bauens konnten unterstützt werden.
  • Das klima:aktiv-Programm des Umweltministeriums baut wesentlich auf den Ergebnissen von „Haus der Zukunft“ auf und unterstützt die weitere Umsetzung.

Haus der Zukunft Plus

Haus der Zukunft Plus baut auf den Erfahrungen des Programms Haus der Zukunft auf und berücksichtigt die Ergebnisse des Strategieprozesses ENERGIE 2050.

Die langfristige Vision für das „Gebäude der Zukunft“ ist, die energetische Effizienz bezüglich Produktion und Betrieb derart zu erhöhen, dass über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden die treibhausrelevanten Emissionen in Summe auf Null reduziert werden.

Programmziele

Mit „Haus der Zukunft Plus“ wird das Ziel verfolgt, jene technologischen Voraussetzungen zu schaffen, die die Herstellung von Gebäuden ermöglichen, die nicht Energie verbrauchen, sondern Energie erzeugen.

Folgende Anliegen werden im Programm vorrangig verfolgt:

  • Schaffung der technologischen Basis für das Gebäude der Zukunft, insbesondere das Plus-Energie-Haus. Das Programm setzt einen weiteren Schwerpunkt auf Büro- und Betriebsgebäude sowie auf Gebäudemodernisierung;
  • Überleitung innovativer Technologien und Produkte zur Serien- bzw. industriellen Fertigung;
  • Initiierung von Demonstrationsprojekten (Gebäude, Siedlungen, Netze …), um die Sichtbarkeit von neuen Technologien und Konzepten zu gewährleisten;
  • Unterstützung der internationalen Vernetzung der österreichischen KompetenzträgerInnen, Verstärkung des internationalen Know-how-Transfers sowie Aufbau von Humanressourcen und Integration vorhandenen Wissens in entsprechende Ausbildungsangebote.

Programmverantwortung und Strategie

BMVIT - Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

  • Konzeption und Strategie: DI Michael Paula
  • Programmleitung: DI Theodor Zillner

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