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Lehm-Passivhaus-Optimierung - Produktionstechnologieentwicklung für industrielle Fertigung von Lehm-Passivhauselementen mit neuartiger Strohdämmung
Passivhauselemente aus Stroh und Lehm stehen im Fokus des Projekts, das sich insbesondere mit einer neuartigen Strohdämmung sowie einem effizienteren Trocknungsprozess des Lehm beschäftigt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Baustoffe.
Title and Synopsis
Clay passive house optimisation
The project focusses on passive house elements from straw and clay. Special interest is paid at a novel straw insulation as well as at an efficient drying process of the clay. Sustainability of the building materials is a very important aspect within the project.
Beschreibung
Status
laufend
Kurzfassung
Ausgangssituation/Motivation
In vorangegangenen Haus der Zukunft Projekten "Bauteilentwicklung" und "Demonstrationsbau Lehm-Passivhaus Tattendorf" wurde ein hocheffizientes ökologisches Bausystem erfolgreich bis ins Prototypstadium entwickelt. Unter den Nachhaltigkeitsaspekten Klimaschutz, Abfallfreiheit und Versorgungssicherheit sind Lehm und Stroh als regional in großen Mengen verfügbare und erneuerbare Ressourcen optimale Baustoffe. Auch die Kombination des schweren mineralischen Baustoffes Biofaserlehm mit dem modernen Holzleichtbau gilt als optimal. Dies zeigen die Ergebnisse des Monitoringprojektes von AEE (Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie), Institut für nachhaltige Technologien.
Inhalte und Zielsetzungen
In diesem Projekt der Programmlinie Haus der Zukunft Plus setzt die Lopas AG dieses Baukonzept durch die Errichtung einer industriellen Fertigungsanlage in Dobersberg (Niederösterreich) um. Die beiden potenziellen Massenbaustoffe Stroh und Lehm sind nach Stand der Technik in die heutige Fertighausproduktionstechnologie nicht wirtschaftlich integrierbar. Daher bedarf es einer von den Materialeigenschaften her aufeinander abgestimmten Entwicklung und Optimierung neuer oder modifizierter Fertigungstechnologien einerseits - die heute verfügbare Fertigungstechnologie ist ganz auf die Verwendung von Platten, vor allem aus Gips-Werkstoffen, ausgerichtet - und der Bauteilkonstruktionen andererseits. Das Demonstrationsprojekt Lehm-Passivhaus Tattendorf hat gezeigt, dass der ökologische Fußabdruck nur 1/6 eines gleichwertigen Massivbaus beträgt.
Methodische Vorgehensweise und erwartete Ergebnisse
Es werden 1:1 Fertigteil-Modelle für Tests mit Strohdämmung und Biofaserlehm-Aufbringung gebaut. Bezüglich der Verwendung von Stroh ist zu erwähnen, dass Ballenstroh jeglicher Art in der industriellen Fertigung wirtschaftliche Nachteile hat, die tendenziell die Einsparung an Materialkosten überwiegen. Daher soll als wesentliche Veränderung gegenüber dem Prototypen in Tattendorf künftig eine Strohhäckseldämmung eingesetzt werden. Die Testmodelle sollen dazu dienen, industrielle Technologien für die Einbringung unter Berücksichtigung des Setzungs- und Brandverhaltens dieses Materials zu entwickeln. Die Aufbringung von Lehm ist zwar Stand der Technik, jedoch ist die rationelle Trocknung im Fertigungsprozess in eine effiziente Produktionskette zu entwickeln.
Projektbeteiligte
Projektleiter
MBA Herbert Kirl
LOPAS AG
Kontaktadresse
LOPAS AG
Oberwaltersdorfer Straße 2c
A 2523 Tattendorf
Tel.: +43 (2253) 81031
Fax: +43 (2253) 81031 - 18
E-Mail: herbert.kirl@lopas.ag