freiWERT - Untersuchung der Qualität und Wertigkeit von Freiräumen innerstädtischer Neubauprojekte und Darstellung innovativer Lösungen

Am Beispiel von vier Fallstudien in Wien werden die qualitätssteigernden Beiträge des Freiraums in Neubauprojekten, anwendungsorientierte Maßnahmen des freiraumbezogenen Qualitätsmanagements im Realisierungsprozess und innovative Lösungsstrategien über Referenzprojekte dargestellt.

Title and Synopsis

openVALUE - Quality and Weight of Open Spaces of Urban Building Projects

freiWERT, Vienna, AUT
Based on four case studies the comprehensive contribution of open space to the increase of quality in real estate development is presented and provides the basis for the development of application oriented measures of quality management and strategies for innovative solutions.


Beschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Für die Umsetzung der Leitbilder nachhaltiger Stadtentwicklung wie der "kompakten Stadt" und der "grünen Stadt" stellt die Aufwertung innenstadtnaher Standorte durch die Integration von ökologischen und sozialen Gesichtspunkten eine zentrale Herausforderung dar. Das vorliegende Forschungsvorhaben untersucht in vier Fallstudien die Stellung des Freiraums im Realisierungsprozess von Bauprojekten sowie seine wert steigernden Beiträge nach Fertigstellung und Bezug. Über eine good-practice Sammlung von ausgewählten Referenzprojekten werden spezifische innovative Beiträge zur Qualitätssicherung von Freiräumen dargestellt und anwendungsbezogen objektiviert. In der Bearbeitung werden der wert steigernde Einfluss von Freiräumen auf Grundstücks- und Immobilienpreise, sowie Aspekte der nachhaltigen Wertsteigerung wie ökologische Vielfalt, NutzerInnenzufriedenheit, Alterungsfähigkeit des Freiraums etc. mit einbezogen.

Zielsetzungen

Die Ziele des Projekts sind die Darstellung der qualitätssteigernden Beiträge des Freiraums in Bauprojekten, die Entwicklung von freiraumbezogenen Maßnahmen des angewandten Qualitätsmanagements und die Darstellung innovativer Lösungsstrategien über eine good practice Sammlung.

Methodische Vorgehensweise

Die Projektbearbeitung erfolgt in Kooperation mit Unternehmen in sechs Arbeitspaketen, die folgendes umfassen:

  • Ermittlung von Auswahlkriterien für vier Fallstudien und Operationalisierung der Methoden.
  • Untersuchung der hergestellten Freiräume und Darstellung ihrer qualitäts- und wertsteigernden Aspekte: In den Fallstudien werden die hergestellten Freiräume in ihren räumlich-gestalterischen, ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekten erhoben und analysiert. Mittels einer Post-Occupancy-Evaluation (POE) werden die freiraumbezogenen Qualitäten aus NutzerInnen- und ExpertInnensicht dargestellt und bewertet.
  • Untersuchung der Stellung des Freiraums in Realisierungsprozessen, Darstellung entscheidender Schnittstellen zur Freiraumherstellung: Als Realisierungsprozess werden die unterschiedlichen Entwicklungsphasen (wie Akquisition, Konzept, Planung, Bau) eines Bauprojektes begriffen. Die Stellung des Freiraums wird mittels Prozessanalyse für die einzelnen Fallstudien dargestellt und über eine Stärken-Schwächen Analyse (SWOT) vergleichend bewertet. Mittels Ursache-Wirkungs-Analyse sowie Anwendung des analytischen Hierarchieprozess werden die freiraumbezogenen Schnittstellen im Prozess ermittelt und Handlungsalternativen diskutiert.
  • Sammlung und Darstellung von innovativen Referenzprojekten: Über benchmarking werden good-practice Projekte ausgewählt und bezüglich ihrer spezifischen Lösungsbeiträge zu Fragen der Qualitätssicherung illustrativ dargestellt.
  • Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs: In einem Objektivierungsschritt wird ein umfassender Kriterienkatalog erarbeitet, der modellhaft für Maßnahmen der Qualitätssicherung angewandt wird. Die einzelnen Kriterien werden auf ihre gegenseitige Beeinflussung untersucht und den einzelnen Projektphasen zugeordnet. Die Lösungsstrategien der Referenzprojekte werden auf die Prozessmodellierung angewendet und objektiviert.
  • Verbreitung der Projektergebnisse an wirtschaftliche, administrative und politische EntscheidungsträgerInnen, sowie WissenschafterInnen und PlanerInnen.

Erwartete Ergebnisse

Die erwarteten Ergebnisse leisten einen Beitrag zur verbesserten Berücksichtigung des Faktors Freiraum in der Entwicklung von Bauprojekten. Die objektbezogenen Freiraumqualitäten werden umfassend dargestellt und für den Realisierungsprozess anwendbar gemacht. Mit der Entwicklung von Prozessmodellen und Kriterien zum Qualitätsmanagement können die nachhaltigen Aspekte von Freiräumen im Prozessablauf adäquat behandelt werden. Das Ergebnis sind qualitätvolle Freiräume, erhöhte NutzerInnenzufriedenheit und eine verbesserte Nachhaltigkeit von Bauprojekten.


Projektbeteiligte

Projektleiter

Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Landschaftsarchitektur

Projekt- und Kooperationspartner

  • ARWAG-Holding-AG
  • Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft
  • IC Projektentwicklung GmbH
  • TU Wien, Department für Raumentwicklung, Infrastruktur und Umweltplanung, FB Soziologie

Kontaktadresse

Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Landschaftsarchitektur
Univ. Prof. DI Elisabeth Lička
DI Dr. Philipp Rode
Peter-Jordan-Straße 82, A-1190 Wien
Tel.: +43 (1) 47654-7220
Fax: +43 (1) 47654-7229
E-Mail: lilli.licka@boku.ac.at, philipp.rode@boku.ac.at


FFG ID: 816764

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