KlimaNeuGründer - Klimaneutrale Gründerzeithäuser - Wege - Potenziale und Umsetzungsmöglichkeiten

Das Konzept soll möglichst kosteneffiziente und energiesparende Lösungen zur Nutzung von Gründerzeitgebäuden unter Berücksichtigung ihrer bauphysikalischen Eigenschaften sowie der Denkmalschutzvorschriften erarbeiten. Dabei richtet sich der Fokus auf eine ganzheitliche Sanierung der Gebäudehülle und der Gebäudetechnik, um einen zeitgemäßen Nutzungskomfort der Gebäude zu erreichen.

Title and Synopsis

KlimaNeuGründer - climate neutral buildings from the period of promoterism - ways, potentials and possibilities of implementation

The focus is on the goal-oriented and economic options, in order to achieve a CO2-neutral energy supply and hermetically sealed building envelope as well as to show high energy efficiency when using. On the other hand building protection regulations and the quality in use are to be considered.


Beschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Die Sanierung gründerzeitlicher Altbauten, wie diese in Wien und zahlreichen anderen Städten vorzufinden sind, gestaltet sich aufgrund ihrer bauphysikalischen Eigenschaften sowie Denkmalschutzvorschriften häufig schwierig. In diesem Projekt sollen Wege und Umsetzungsmöglichkeiten erarbeitet werden, mit denen man Sanierungen erreichen kann, die eine Annäherung an das Konzept "Passivhaus" darstellen.

Inhalte und Zielsetzungen

Die Zielsetzung des Projektes "Klimaneutrale Gründerzeithäuser - Wege - Potenziale und Umsetzungsmöglichkeiten" ist die Ausarbeitung eines systematischen Ansatzes zum bestmöglichen Ressourceneinsatz bei der Sanierung von gründerzeitlichen Altbauten so wie diese in Wien bzw. in den anderen europäischen Groß- und Kleinstädten vorzufinden sind. So stammt z.B. etwa ein Drittel aller Bauten in Wien aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Das Konzept soll eine möglichst effiziente und energiesparende Nutzung der Altbauten unter Berücksichtigung ihrer bauphysikalischen Eigenschaften sowie der Denkmal-schützerischen Vorschriften ausarbeiten und die Annäherung an das bereits bekannte Konzept "Passivhaus" anstreben.

Die Eingriffe in die historische Gebäudesubstanz sind aufgrund städtebaulicher und sonstiger Bestimmungen nur eingeschränkt zulässig. Es ist daher anzumerken, dass Gründerzeithäuser nicht als potenzielle Passivhäuser mit den dazu gehörigen Parametern beim Heizwärme- und Primärenergiebedarf in dem Sinne betrachtet werden sollen. Es wird aber in jedem Projektfall die maximal mögliche Annäherung an den Passivhausstandard angestrebt. Zudem stellt die wärmeschutztechnische Verbesserung der Altbausubstanz ein energiepolitisches Erfordernis dar, da die Gründerzeitbauten einen erheblichen Anteil am Gesamtvolumen des Baubestandes ausmachen und somit für einen wesentlichen Anteil am Energieverbrauch sowie an CO2 Emissionen verantwortlich sind.

Während bei Neubauten bereits in der Entwurfs-, Planungs- bzw. Bauphase energiesparende Maßnahmen berücksichtigt werden, kann die wärmeschutztechnische Verbesserung bei den Altbauten erst im Nachhinein erfolgen. Wirtschaftlich aufwendiger wird dies aber insbesondere dadurch, dass die Fassade selbst aus städtebaulicher bzw. Denkmal-schützerischer Sicht nicht verändert werden darf. Es ist daher von der sonst zweckmäßigen Außenwärmedämmung oder Kerndämmung der Gebäudehülle auf eine Innendämmung hin zu planen, die vor allem im Hinblick auf die dadurch verstärkt entstehenden Wärmebrückenwirkungen (Anschluss der Geschoßdecke und Zwischenwände an die Gebäudehülle) zusätzlich baulich-bauphysikalisch behandelt werden muss.

Methodische Vorgehensweise und vorläufige Ergebnisse

Um die CO2 Emission von Gründerzeithäusern weiter zu reduzieren, müssen neben der Dämmung der Gebäudehülle auch andere Maßnahmen ergriffen werden. Beispielsweise könnten eine effiziente Haustechnik installiert sowie die Möglichkeiten der Nutzung erneuerbarer Energieträger ausgeschöpft werden. Diesen Aspekten wird im vorliegenden Projekt Rechnung getragen. Systematisch werden zunächst für definierte Gebäudetypen und in weiterer Folge für konkrete Objekte, welche diesen Gebäudetypen zuzuordnen sind, die unterschiedlichen Sanierungskonzepte analysiert und im Anschluss veranschaulicht.

Um die Ergebnisse leicht multiplizierbar zu machen, wird das Potenzial der CO2 Reduktion ermittelt und in weiterer Folge sollen die Erkenntnisse an einem Demonstrationsobjekt realisiert werden. Das Demonstrationsvorhaben ist dabei nicht mehr Gegenstand dieses Projektes sondern stellt den folgenden Schritt im Anschluss an dieses Projekt dar.


Projektbeteiligte

Projektleiter

Dipl.-Ing. Dr. Klaus Reisinger
Allplan GmbH

Projekt- und Kooperationspartner

  • DI Walter Prause Zivilingenieurbüro für Bauwesen

Kontaktadresse

Allplan GmbH
Dipl.-Ing. Dr. Klaus Reisinger
Schwindgasse 10, A-1040 Wien
Tel.: +43 (1) 5053707 - 10
E-Mail: klaus.reisinger@allplan.at
Web: http://www.allplan.at/


FFG ID: 822236

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