Ökoplus-Komplex - Untersuchung der energetischen und ökologischen Voraussetzungen zur Errichtung und Nutzung von Plusenergiehäusern und -verbänden

Die Weiterentwicklung vom Niedrigenergie- bzw. Passivhaus- zum Plus-Energie-Haus-Standard hat eine deutliche Einsparung der treibhausrelevanten Emissionen und des Primärenergiebedarfs zur Folge. Ziel des Projekts ist die ökologische und ökonomische Bewertung ausgewählter System-varianten und die Ausarbeitung von Empfehlungen zur Umsetzung eines Plusenergiestandards.

Title and Synopsis

Oekoplus-Komplex - Analysis of the energetic and ecologic preconditions for the establishment and utilisation of plus-energy-buildings and building assemblies

The evolution of the low energy house and the passive house standards to the plus energy standard results in a clear reduction of green house gas emissions as well as the primary energy input. The goal of the project is the determination of the technical, ecological and economic basic conditions for the construction and the use of "plus-energy-buildings" in order to finally realize them.


Beschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Die Errichtung und Nutzung von Gebäuden hat einen wesentlichen Anteil an den Treibhausgas-Emissionen. Der Energiebedarf und damit die Treibhausgasemissionen bei der Nutzung der Gebäude wurden durch die Entwicklung von Niedrigenergie- und Passivhäusern bereits weitgehend reduziert. Die derzeitigen Standards für Niedrigenergie- und Passivhäuser sehen aber nur eine Minimierung des Energieverbrauchs während des Betriebes, jedoch keine Verbesserung der treibhausgasrelevanten Emissionen bei den nicht direkt mit der Benutzung zusammenhängenden Vorgängen vor. Hierzu gehören die Treibhausgasemissionen bei der Herstellung der Baumaterialien und der Errichtung des Gebäudes bis hin zu dem irgendwann zu erwartenden Abbruch. Die hierbei auftretenden Treibhausgasemissionen können zwar ebenfalls bis zu einem gewissen Grad minimiert werden, gegen Null gebracht werden können sie allerdings nicht.

Der Wunsch, im Bereich der Gebäude bzw. des Wohnens "CO2-neutral" zu werden, lässt sich aber verwirklichen, indem man das Gebäude zusätzlich zur normalen Bestimmung auch noch nutzt, um damit erneuerbare Energie zu gewinnen. Mit Hilfe von beispielsweise Photovoltaik- oder Windkraftanlagen kann Ökostrom ins Netz eingespeist werden, wodurch der Strombeitrag aus fossilen Energieträgern entsprechend reduziert wird. Damit ist es möglich, für das Gebäude einen Treibhausgas-"Bonus" zu erhalten, der in der Gesamtbetrachtung tatsächlich zu einem "Nullemissionshaus" oder gar "Minusemissionshaus" führt. Solche Gebäude werden heute als "Plus-Energie-Häuser" bezeichnet.

Inhalte und Zielsetzungen

Ziel des gegenständlichen Projekts ist die Ermittlung der technischen, ökologischen und ökonomischen Voraussetzungen zur Errichtung und Nutzung von Plus-Energie-Häusern als Basis für deren erfolgreiche Realisierung. Dabei werden nicht nur einzelne Häuser betrachtet, sondern auch Gebäudeverbände untersucht. Dazu werden "Systemvarianten" aus Plus-Energie-Häusern und Gebäudeverbänden definiert, welche anschließend nach technischen, ökologischen und ökonomischen Maßstäben bewertet werden.

Methodische Vorgehensweise

Zur Erreichung der Ziele werden folgende Schritte unternommen:

  • Definition von Systemvarianten und Ermittlung von energetischen und ökologischen Kenngrößen
  • Bewertung der Technologien zur Deckung des Energiebedarfs der Systemvarianten bzw. zur Erzeugung erneuerbarer Energie
  • Ökologische und ökonomische Bewertung der Systemvarianten bzw. Technologien
  • Projektkoordination und Verbreitung der Ergebnisse

Erwartete Ergebnisse

Die Ergebnisse aus dem Projekt sollen zeigen, welche Technologien und Produkte für die Errichtung und Nutzung von Plus-Energie-Häusern geeignet sind und münden in Empfehlungen zur erfolgreichen Umsetzung des Plus-Energie-Standards. Abschließend wird das Potenzial für mögliche weitere Technologieentwicklungen aufgezeigt und es werden die dabei zu beachtenden Randbedingungen in Bezug auf die Treibhausgasemissionen beschrieben.

Für österreichische Anbieter sind die Ergebnisse aus dem Projekt eine essentielle Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung und Markteinführung technisch und wirtschaftlich erfolgreicher Plus-Energie-Häuser. Die Projektergebnisse tragen somit erheblich zur Erreichung bzw. Absicherung des Technologievorsprungs Österreichs auf dem Gebiet der Gebäudetechnik bei. Das Projekt schafft die technologische Basis für das Gebäude der Zukunft.


Projektbeteiligte

Projektleiter

Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH

Projekt- und Kooperationspartner

  • KLH Massivholz GmbH
  • Softechenergy PlanungsgmbH
  • Sauper Umweltdatentechnik Gesellschaft m.b.H.
  • Herbert Pexider GmbH

Kontaktadresse

Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH
DI (FH) Stefan Gunczy
Elisabethstraße 5, 8010 Graz
Tel.: +43 (316) 876-1318
Fax: +43 (316) 8769-1338
E-Mail: stefan.gunczy@joanneum.at


FFG ID: 822280

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