Alles Palette - Das Palettenhaus

Das 2007 im EU-weiten Wettbewerb GAU:DI siegreiche Projekt "Palettenhaus" besteht aus 800 (gebrauchten) Paletten. Es war im Maßstab 1:1 bei der Biennale in Venedig 2008 ausgestellt und soll nun zur Serienreife entwickelt werden. Dafür sind exemplarisch 2 Szenarien angedacht: die (temporäre) Bebauung des Flugfelds in Aspern und die Errichtung eines Low-cost Gebäudes in Südafrika.

Title and Synopsis

Pallets never pall - the Pallet House

The winning project "Pallet House" of the EU-wide competition GAU:DI in 2007 consists of 800 (used) pallets. It has been exhibited in a scale 1:1 at the Biennale in Venice 2008 and is going to be developed for series production. Therefore, two exemplary scenarios are planned: (temporary) construction at the former airfield in Aspern, Vienna and the construction of a low-cost building in South Africa.


Beschreibung

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Das Haus aus gebrauchten Paletten wurde von Gregor Pils und Claus Schnetzer mit dem Ziel des temporären Einsatzes an unterschiedlichsten Standorten entwickelt. Es besteht aus 800 gebrauchten Paletten, die so einer zweiten Nutzungsphase zugeführt werden. Sie werden zu Modulen verbaut, die rasch zu einem Haus zusammengefügt werden können. Der mehrschichtige Aufbau ist bestens für Installationen, Dämmung und Beleuchtung geeignet. Das Palettenhaus ist ökologisch, Energie-effizient und günstig und kann später mit wenig Aufwand wieder an anderen Standorten aufgebaut werden.

Inhalte und Zielsetzungen

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wird das Palettenhaus im Detail weiter und zur Serienreife entwickelt. Eine Nachnutzung z.B. für soziale Zwecke ist leicht realisierbar. Das Palettenhaus ist bestens vorfertigbar, kann multipliziert und zu Ensembles mit Dorf-Charakter gruppiert werden.

Alles Palette am See in Aspern (Die Seestadt am ehemaligen Flugfeld in Aspern)

Für die Bebauung des ehemaligen Flugfeldes Aspern wurde ein Wettbewerb für die Erstellung eines Masterplans durchgeführt, der nun durch eine Entwicklungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien umgesetzt wird. Der dafür geplante Zeitrahmen ist allerdings so weit gesteckt, dass eine zeitlich begrenzte Nutzung von Teilen des Areals sinnvoll erscheinen.

Im Rahmen dieses Projektes soll ein Vorschlag für die temporäre Nutzung von Teilbereichen des Flugfeldes in Aspern während der Bauphasen entwickelt werden. Dieser Vorschlag soll zum einen sehr spezifisch auf die Bedürfnisse der Anrainer und der Bevölkerung des Bezirks ausgerichtet sein, sowie - wenn möglich - Synergieeffekte mit Freizeit-Angeboten der Stadt Wien erzeugen. Das Konzept kann natürlich auch an anderen Standorten und neuen Entwicklungsgebieten als flexible Pioniernutzung eingesetzt werden.

Folgende Projektziele werden für Aspern vorgeschlagen:

  • Informationspavillon für das Projekt Seestadt (Ausstellung, Film, Cafe), Schauraum für Bau-Produkte, Standort / Basis für Freizeit-Aktivitäten (Sport, Spiele, Kultur), urbaner Bauernhof ("Selbsternte")
  • Für die "Wien 3420 Entwicklungsgesellschaft" ist insbesondere die räumliche Unterbringung des Stadtteilmanagements von Interesse.

Alles Palette in Südafrika (Das Ithuba Skils College)

In einem sehr armen Township südöstlich von Johannesburg soll auf einem Areal von 22 000 m² das Ithuba Skills College errichtet werden. Das Ithuba Skills College wurde von Christoph Chorherr gegründet. Im Ithuba College werden in einer fünfjährigen Ausbildung sowohl Kenntnisse wie Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften als auch zusätzliche "skills" wie z.B. Mauern, Tischlerei, Elektro-Installationen verlegen, erlernt.

Erwartete Ergebnisse

Das Palettenhaus soll als Prototyp für ein Wohngebäude in Johannesburg entwickelt werden, mit dem Ziel, dass es zukünftig von der lokalen Bevölkerung vervielfältigt wird. Das Palettenhaus soll aus lokalen Materialien und in möglichst günstiger Ausführung (nach dem Motto "weniger ist mehr"), errichtet werden. Das entwickelte Gebäude wird den lokalen Gegebenheiten in Bezug auf verwendete Materialien, klimatische Randbedingungen und finanzielle Möglichkeiten perfekt angepasst. Der Aufbau des Palettenhauses soll so vereinfacht werden, dass er auch mit einfachsten Mitteln erfolgen kann. Nach dem Motto "build together, learn together" soll die lokale Bevölkerung in den Bauprozess mit einbezogen werden.


Projektbeteiligte

Projektleiter

Karin Stieldorf
Technische Universität Wien, Institut für Architektur und Entwerfen

Projekt- und Kooperationspartner

  • Dr. Oliver Frey
    Technische Universität Wien, Department für Raumentwicklung Arbeitsbereich Urbanistik

Kontaktadresse

Technische Universität Wien,
Institut für Architektur und Entwerfen
DI Dr. Karin Stieldorf
Gusshausstraße 30, 1040 Wien
Tel.: +43 - (0)1 - 58801 - 27041
E-Mail: karin.stieldorf@tuwien.ac.at


FFG ID: 822328

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