BIGMODERN - Subprojekt 4: Planungsbegleitende Lebenszykluskostenanalyse

Schaffung technischer und organisatorischer Voraussetzungen für Bauherrn, um planungsbegleitende Lebenszykluskostenanalysen in den Standard Planungsprozess zu integrieren sowie konkrete Anwendung in den beiden Demonstrationsprojekten des Leitprojekts BIGMODERN (SP2 und SP3). Durch Veröffentlichung der wesentlichen Projektergebnisse werden konzeptive Grundlagen und LZKA-Berechnungsergebnisse für alle Stakeholder der Immobilienwirtschaft verfügbar gemacht.

Title and Synopsis

BIGMODERN - Subproject 4: Life-cycle cost analysis (LCCA) during the planning process

Creation of technical and organisational preconditions for constructors to integrate life-cycle cost analysis (LCCA) already into the planning process. Furthermore, the findings will be applied within the two demonstration projects of the flagship project BIGMODERN (SP2 and SP3). The publication of fundamental results makes conceptive basics and LCCA-results available for all stakeholders in the real estate industry.


Beschreibung

Dieses Projekt ist ein Subprojekt des Leitprojekts "BIGMODERN – Nachhaltige Modernisierungsstandards für Bundesgebäude der Bauperiode der 1950er bis 1980er Jahre"

Status

laufend

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Die ökonomische Betrachtung von Gebäuden spielt stets eine wesentliche Rolle beim Umgang mit Immobilien. Die Abschätzung und Berechnung von Investitionskosten ist bereits üblich und wird schon standardisiert in Planungsprozessen berücksichtigt. Die Ermittlung der Folgekosten von Gebäuden wird jedoch noch unzureichend eingesetzt. Ein wesentlicher Grund dafür liegt im Mangel an brauchbaren Methoden und Tools zur Ermittlung der Lebenszykluskosten.

Inhalte und Zielsetzungen

Ziel des Subprojektes ist es, für die BIG – und durch die Veröffentlichung der Ergebnisse in der Folge auch für weitere Immobilienentwickler – die Voraussetzungen zu schaffen, um planungsbegleitende Lebenszykluskostenanalysen in den Standard-Planungsprozess zu integrieren. Bei den beiden Demonstrationsprojekten des Leitprojektes werden diese Analysen beispielhaft getestet, um somit Erfahrungen aus realen Sanierungsprojekten integrieren zu können.

Die Lebenszykluskostenanalyse soll dabei einerseits zur Optimierung der Planung eingesetzt werden, andererseits zur Berechnung der Folgekosten eines Gebäudes als wesentlicher Einflussfaktor bei der Festlegung des Mietzinsniveaus für die späteren NutzerInnen.

Methodische Vorgehensweise

Zur Erreichung dieser Projektziele werden die folgenden Arbeitsschritte durchgeführt:

Planungsbegleitende Lebenszykluskostenanalyse (LZKA) bei den DEMO Projekten Amthaus Bruck/Mur und Universität Innsbruck: Bei beiden Projekten werden planungsbegleitenden LZKA durchgeführt, deren Ergebnisse direkt in die Planung einfließen (SP 2 und 3).

Konzeptive Entwicklung eines LZK Modells für die Modernisierung: Dabei wird der Ansatz der LZKA für den Anwendungsfall der Sanierung von Dienstleistungsgebäuden entwickelt. Wesentliche Fragen sind die Detailtiefe für die Auswahl der Gebäudeelemente und der Umfang der erforderlichen Planungselemente für die LZKA, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Die Ergebnisse dieses AP fließen auch die die laufenden Normungsarbeiten (ÖNORM 1801-3) ein (entsprechend dem Protokoll zum LPM Workshop vom 23.02.2010 zum Thema LZKA im Rahmen des HdZ-Programms).

Auf Basis der Struktur des LZK-Modells für Sanierungen werden Daten von bestehenden Sanierungsvorhaben der BIG erhoben, analysiert und ausgewertet und für aggregierte Planungselemente entsprechend des LZK-Modells hochgerechnet, die bei der LZK Berechnung als mögliche Auswahlfelder vorliegen.

Das LZK Modell für Sanierung sowie die aggregierten Kostendaten werden in eine Datenbank sowie in eine professionelles Software Tool integriert. Ausgangspunkt dafür ist das bestehende LZK-Tool für Neubauten von Bürogebäuden, das von e7 und M.O.O.CON (vormals bene Consulting) in einem gemeinsamen Forschungsvorhaben entwickelt wurde.

Abschließend wird bei den beiden DEMO Projekten eine Ex-post-Berechnung der Lebenszykluskosten durchgeführt und die Ergebnisse für die weiteren Disseminationsaktivitäten aufbereitet.

Erwartete Ergebnisse

Ergebnis des Subprojekts sind zum einen DEMO Projekte, die hinsichtlich der langfristigen ökonomischen Auswirkungen von Planungsvarianten beraten wurden. Ziel dabei ist, diese optimierten Maßnahmen auch ins Ergebnis der Planung einfließen zu lassen. Zum anderen wird die BIG in die Lage versetzt, in zukünftigen Planungsprozessen die LZKA-Optimierung als Standard anzuwenden. Mit den Informationen über zu erwartende Betriebskosten kann bei der Mietzinsfestlegung auf eine langfristige Betrachtungsweise der Kosten übergegangen werden. Durch die Veröffentlichung der konzeptiven Ansätze zu LZKA-Modellen und der Ergebnisse aus den planungsbegleitenden Analysen und Ex-post-LZKA-Berechnungen werden auch weitere Immobilienentwickler über die Vorteile und Vorgangsweise einer planungsbegleitenden LZKA informiert.


Projektbeteiligte

Projektleiter

BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Architekt Mag. Dirk Jäger

Projekt- und Kooperationspartner


Kontaktadresse

BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Architekt Mag. Dirk Jäger
Hintere Zollamtsstraße 1, A-1031 Wien
Tel.: + 43 05 0244 4829
E-Mail: Dirk.JAeGER@big.at
Web: www.big.at


FFG ID: 827848

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