Inhaltsverzeichnis
Kontext Links
- Österreichisches Smart-Cities-Förderprogramm: "Smart Energy Demo - FIT for SET"
- SET Plan - Strategischer Energietechnologieplan der Kommission
- EERA - European Energy Research Alliance
- Energie-Cités - the association of European local authorities promoting local sustainable energy policies
- IEA - International Energy Agency
- URBAN-NET - European Research Area Network (ERA-NET) initiative
- SUME - Sustainable Urban Metabolism
- EFES - Energieeffiziente Entwicklung von Siedlungen
- PENDO - Wirkung von innovativer Technologie auf die PendlerInnen an der Ostregion (2008-2010)
- REGIO Energy - Regionale Szenarien erneuerbarer Energiepotenziale in den Jahren 2012/2020 (2008-2010)
- Benchmarking Projekt "European smart cities" vom Institut für Stadt- und Regionalforschung der TU Wien
Evaluierung von Forschungsthemen und Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen für "Smart Cities"
Basierend auf einer klaren Definition der Themenbereiche und fokussierend auf energierelevante Aspekte wird das Projekt einen Überblick über die derzeitigen Forschungsschwerpunkte zum Thema Smart Cities schaffen sowie im Rahmen von Experten-Workshops zukünftige Forschungsthemen definieren und evaluieren und Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeiten.
Title and Synopsis
Recommendations for a consolidated Austrian research in the topic of "Smart Cities"
Based on a clear definition of the topics and focusing on energy relevant aspects the project will provide an overview on the present points of focus in research on "Smart Cities". Furthermore, future research topics will be defined and evaluated, and action plans for political stakeholders will be elaborated in the framework of two expert workshops.
Beschreibung
Status
laufend
Kurzfassung
Ausgangssituation/Motivation
Die Begriffe „Smart Cities“ oder „Cities of the future“ werden von Personen mit ganz unterschiedlichen fachlichen Hintergründen verwendet. Aufgrund der thematischen Vielfalt auf dem Gebiet der Smart Cities ist es umso schwieriger, zukünftige Forschungsstrategien in diesen Bereichen zu definieren. Durch die Smart-Cities-Initiative der Europäischen Kommission im Rahmen des SET-Plans und die Ausschreibung im 7. Forschungsrahmenprogramm bekommt das Thema der ‚Smart Cities’ oder ‚Cities of the Future’ eine europäische Dimension. Diverse nationale Initiativen sind im Laufen, wie beispielsweise die Smart Energy Demo – FIT for SET Ausschreibung des KLIEN – Klima- und Energiefonds. Hierfür liefert dieses Projekt wertvolle Inhalte.
Inhalte und Zielsetzungen
Basierend auf einer klaren Definition der Themenbereiche und auf energierelevante Aspekte fokussierend schafft das Projekt einen Überblick über die derzeitigen Forschungsschwerpunkte zum Thema Smart Cities. Im Rahmen der Bearbeitung und im Zuge von Experten-Workshops wurden zukünftige Forschungsthemen definiert. In weiterer folge werden Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeitet.
Das Projekt SmartCitiesNet verfolgt hauptsächlich drei Projektziele:
- Begriffsdefinition: Was sind Smart Cities? – Erhebung der Forschungsaktivitäten im Bereich Smart Cities in Österreich unter Einbeziehung international bedeutender Aktivitäten (‚State of the art’)
- Vernetzung aller österreichischen Akteure aus Forschung, Industrie und Politik, die sich mit dem komplexen Forschungsfeld der Smart Cities auseinandersetzen in zwei Workshops
- Evaluierung und Bewertung zukünftiger Forschungsthemen und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen (Roadmap)
Methodische Vorgehensweise
Die Bearbeitung erfolgt in den folgenden methodischen Arbeitsschritten:
- Begriffsabgrenzung: Definition der Ansätze, Inhalte und Fragestellungen, die Forschungsarbeiten mit Beitrag zur Smart Cities-Thematik ausmachen. Hier spielt die Frage zukunftsfähiger städtischer Energienutzung und -erzeugung eine besondere Rolle. Auf Basis dieser Abgrenzung werden die wesentlichen Forschungsthemen präsentiert, die das vielfältige Forschungsfeld Smart Cities thematisch abdecken.
- Analyse der Projekte und Forschungsarbeiten: Es wurde eine Recherche über Forschungs- und Demonstrationsprojekte durchgeführt, in denen die wesentlichen ausgewählten Themenfelder und Anforderungen an eine Smart City behandelt werden. Die Forschungs- und Demonstrationsprojekte wurden nach relevanten Themen kategorisiert, um einen Überblick über die untersuchten und weniger untersuchten Themen zu ermöglichen. Die durchgeführte Recherche wurde auch zur Formulierung der integrierten Forschungsbereiche (Fact Sheets) genutzt.
- Workshops: Die wesentlichen AkteurInnen in der österreichischen Forschungslandschaft im Bereich Smart Cities wurden im Rahmen von Workshops miteinbezogen, um einerseits Rückmeldungen zu Forschungsbereichen und Akteuren zu sammeln und andererseits einen fachlichen Austausch zu bieten.
- Fact Sheets für integrierte Forschungsbereiche im Bereich Smart Cities: Die sich aus den Recherchen, Erfahrungen und Workshops ergebenden Forschungsbereiche wurden in strukturierten Fact Sheets beschrieben und die Umsetzungsrelevanz beschrieben.
- Akteure: Dieim Zuge der Themenfeldrecherche identifizierten Akteure wurden hinsichtlich ihrer Kompetenzen strukturiert und in einer sogenannten Kompetenzmatrix zusammengestellt. Die Validierung der Kompetenzmatrix erfolgte durch Rücksprache mit den Akteuren.
Bisher erzielte Ergebnisse
Ein Highlight ist die Themenabgrenzung des komplexen Themas die Definition von Smart:
Abbildung 1: Themeneingrenzung
Strukturen (der gebauten Umwelt):
- Integrierte Raum-, Stadt-, Verkehrs- und Energieplanung
- Bewertungs-, Modellierungs- und Planungswerkzeuge
Technologien:
- Gebäude-, Energie-, Verkehrs- und Kommunikationstechnologien
- Komponenten- und Systemforschung
Prozesse:
- Akteursprozesse (Politik, Wirtschaft, Akteursentscheidungen)
- Prozessanalyse und -optimierung, Entwicklung von Geschäftsmodellen
- Berücksichtigung von Lebensstilen und gesellschaftlichem Wandel, Lebensqualität und NutzerInnenverhalten
Abbildung 2: Subthemen
Weiters erfolgte eine Zusammenfassung von den folgenden 18 übergreifenden Smart City Handlungsfeldern:
Strategische Planung und Grundlagenforschung
- Leitbilder für Smart Cities
- Datensysteme im städtischen Kontext
- Performanceindikatoren für Städte und Stadtteile
- Strategische integrative Raum-, Verkehrs- und Energie-planung
Städtebau
- Energetisch optimierte Bebauung und Stadtteilplanung
- Funktionsmischung und Stadt der kurzen Wege
- Stadtklima, Grünraum-/Freiraumversorgung und Frisch-luftschneisen
Energietechnologien
- Gebäudeintegration von Energieerzeugungstechnolo-gien
- Technologien zur kaskadischen Ressourcennutzung
- Intelligente Energieverteilungsnetze
- Energie- und Stoffspeicher
Mobilität und Transport
- Integrierte, multimodale Verkehrssysteme
- Bedarfsgerechte Mobilitätsdienstleistungen
- Alternative Antriebssysteme
- Markteinführung alternativer Antriebssysteme
- Bewusstseinsbildung und Mobilitätsmanagement
Nutzer und Umsetzung
- Soziodemografischer Wandel und NutzerInnenverhalten
- Integrierte Politikinstrumente und bewusstseinsbildende Maßnahmen
Weitere Vorgangsweise und geplante Aktivitäten
Bewertung der energetischen Implikationen der einzelnen Smart-City-Themenbereiche: Maßnahmen auf der Raumplanungsebene haben nicht die gleichen Auswirkungen wie Maßnahmen, die direkt dem Energiesektor zugewiesen sind. Raum- und Verkehrsplanerische Maßnahmen haben aber Implikationen auf den zukünftigen Energiebedarf. Die Themenbereiche sollen daher hinsichtlich ihrer energetischen Implikationen charakterisiert werden, um später die Maßnahmen in diesen Themenbereichen entsprechend deren potenziellen Auswirkungen bewerten zu können.
Roadmap: Der letzte methodische Arbeitsschritt ist die Evaluierung und Bewertung zukünftiger Forschungsthemen und die Ableitung von Handlungsempfehlungen (Roadmap) für die Österreichische Förderlandschaft. Hierzu werden auch ExpertInneninterviews durchgeführt.
Erwartete Ergebnisse
Die Vernetzung der österreichischen Akteure hat – zusätzlich zur Erarbeitung der Handlungsempfehlungen – zum Ziel, Kooperationen zu ermöglichen und zu fördern. Die Handlungsempfehlungen sollen im Rahmen eines „Round Table“ Vertretern der Politik und der Fördergeber näher gebracht und diskutiert werden.
Wir bringen Klarheit in das Konzept von Smart Cities, und stellen dar, wie Vertreter aus Politik und Verwaltung (nationale- und Stadtverwaltungen), sowie Fördergeber agieren können, um einerseits Forschung auf dem Gebiet zu fördern und andererseits die Umsetzung zu unterstützen.
Hierbei wird Wert darauf gelegt, Synergien zu unterstützen, Doppelgleisigkeiten zu vermeiden und Konflikten entgegen zu wirken. Nicht zuletzt aufgrund seiner Komplexität benötigt das Smart City Thema koordinierte Forschung auf mehrere Gebieten. Die Akteure aus Forschung und Wirtschaft müssen am selben Strang ziehen um Konzepte und Technologien in die konkrete Umsetzung zu bringen.
Für die Nachprojektphase sind weitere „SmartCities-Cafés“ zur Förderung eines regelmäßigen Austausches der SmartCities-Akteure geplant.
Projektbeteiligte
Projektleiter
Dipl. Ing. Barbara Saringer-Bory
ÖIR - Österreichisches Institut für Raumplanung
Projekt- und Kooperationspartner
- AIT Energy - Österreichisches Forschungs- und Prüfzentrum Arsenal Ges.m.b.H
- CEIT - Institut für Stadt, Verkehr, Umwelt und Informationsgesellschaft
- SRF - Fakultät für Architektur und Raumplanung, Department für Raumentwicklung, Infrastruktur und Umweltplanung, TU-Wien
Publikationen
SmartCitiesNet
Evaluierung von Forschungsthemen und Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen für "Smart Cities"
ÖIR & AIT
, Herausgeber: bmvit
Deutsch, 93 Seiten
Downloads zur Publikation
SmartCitiesNet Akteursworkshop am 03.03.2011, edu4you, Frankgasse 4, Wien
Beim SmartCitiesNet Akteursworkshop wurden die Themen Gebäude, Mobilität, Stadtplanung, Ressourcen und Gesellschaft und deren Schnittstelle mit dem Thema Energie diskutiert. Die Teilnehmer besprachen Wechselwirkungen, Hemmnisse, Widerstände in der Zusammenarbeit und nicht zuletzt Lösungsvorschläge.
Smart Cities Workshop am 20.5.2011, Zeche Zollverein Essen, Deutschland
Am Smart Cities Workshop wurden die Themen der Fact Sheets vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Die Themenabgrenzung des Begriffes Smart Cities wurde ebenso diskutiert, wie die Definition des Begriffes Smart. Die WorkshopteilnehmerInnen gaben Rückmeldung zu weiteren berücksichtigungswürdigen Themen (Flexibilität von Stadtstrukturen und das Thema der Ernährung).
Kontaktadresse
Dipl. Ing. Barbara Saringer-Bory
ÖIR - Österreichisches Institut für Raumplanung
Franz-Josefs-Kai 27, 1010 Wien
Tel.: +43 (1) 533 87 47-18
Fax: +43 (1) 533 87 47-66
E-Mail: saringer@oir.at
Web: www.oir.at/en
