Gründerzeit der Zukunft - Subprojekt 2: Grundlagen und Machbarkeitsstudien

Zusammenfassung und Aufbereitung vorhandenen Wissens zur Sanierung von Gründer­zeit­gebäuden als Input für die Vorbereitung der 5 Demonstrationsprojekte sowie die Erarbeitung von Grundlagen für das begleitende Monitoring im Rahmen des Leitprojekts "Gründerzeit der Zukunft".

Title and Synopsis

Historical buildings of tomorrow - sub project 2: Foundations and feasibility studies

Documentation of available knowledge on the renovation of historical buildings ("Gründerzeit­gebäude") as an input for the preparation of 5 demonstration projects as well as the development of an accompanying monitoring system within the scope of the project "Historical buildings of tomorrow".


Beschreibung

Dieses Projekt ist ein Subprojekt des Leitprojekts "Gründerzeit mit Zukunft: Innovative Modernisierung von Gründerzeitgebäuden"

Status

laufend

Kurzfassung

Gründerzeitgebäude (Bauzeit ca. 1850-1918) sind sowohl durch das Volumen als auch durch die kulturhistorische Prägung des Stadtbildes ein wesentlicher Teil des Baubestandes von Wien und vielen anderen Städten im ehemaligen habsburgischen Einflussbereich. In Graz und Wien liegt der Anteil des Wohnungsbestands in Gründerzeitgebäuden zwischen einem Viertel und einem Drittel. Bezogen auf ganz Österreich befinden sich rund 600.000 und damit knapp ein Fünftel der Haupt­wohn­sitzwohnungen in den insgesamt 350.000 Gebäuden, die vor 1919 errichtet wurden. Diese Objekte weisen zwar mehrheitlich eine gute Bausubstanz auf, erfordern jedoch aufgrund des Baualters, spezifischer Merkmale (wie z.B. gegliederte Fassaden, Kellergewölbedecke) und aufgrund des öffentlichen Wunsches nach Erhaltung des Stadtbildes spezielle Sanierungsmethoden und stellen an alle Beteiligten hohe Ansprüche in den Bereichen Gestaltung, Ökonomie und Umsetzung.

Zur Forcierung gesamtheitlicher Modernisierungen von Gründerzeitgebäuden unter Anwendung innovativer technischer und organisatorischer Lösungen wurde bei Haus der Zukunft+ das Leitprojekt „Gründerzeit mit Zukunft – GdZ“ eingereicht. Dadurch soll die thermisch-energetische Qualität von zukünftigen Sanierungen deutlich verbessert und damit ein Beitrag zu einem CO2-neutralen Gebäudesektor geleistet werden. Das Leitprojekt gliedert sich in mehrere Subprojekte.

Ziel des Subprojekts „Grundlagen und Machbarkeitsstudien“ ist die Zusammenfassung und strukturierte Aufbereitung vorhandenen Wissens zur Sanierung von Gründerzeitgebäuden als Input für die Vorbereitung der geplanten Demonstrations­projekte sowie die Erarbeitung von Grundlagen für das begleitende Monitoring.

Untersucht werden technische Aspekteder Modernisierung, wobei eine enge Kooperation mit dem parallel laufenden Forschungsprojekt „KlimaNeuGründer“ besteht. Um das Kostenmonitoring der Demonstrations­projekte zu ermöglichen, wird ein einheitliches Kostenstrukturrastererarbeitet und mit Kostendaten vergangener Gründerzeit-Sanierungsprojekte sowie mit Kostenschätzungen aus weiteren Projekten validiert. Daneben werden für die Demonstrationsprojekte Wirtschaftlichkeits­berechnungenerstellt.

Da die wesentlichen Barrieren zur Gründerzeitsanierung nicht nur technischer und wirtschaftlicher Natur sind, sondern sich häufig gerade in den Bereichen MieterInnenbetreuung und Mietrecht befinden, wird diesen Themen eine besondere Beachtung geschenkt. Für die Eigentümer­Innen und Hausverwaltungen der Demonstrationsprojekte werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Betreuung der MieterInnenvor, während und nach der Sanierung erarbeitet:

  • Instrumentarien, um eine durchgreifende innovative Sanierung in Angriff zu nehmen;
  • Handlungsspielräume der EigentümerInnen hinsichtlich der Mieterschaft;
  • Strategien im Hinblick auf Information und Betreuung der MieterInnen mit Berücksichtigung unterschiedlicher Mieterstrukturen.

Gleichzeitig werden auch wichtige mietrechtliche Rahmenbedingungenfür die Sanierung von Gründerzeitgebäuden zusammengestellt, sowie Empfehlungen für die Überwindung rechtlicher Sanierungshindernisse und für die Umsetzungs- und Refinanzierungsmöglichkeiten thermisch-energetischer Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der gesetzlichen Mietzinsbildung erarbeitet.

Neben diesen Arbeitspaketen liegt ein Schwerpunkt in der Erstellung von Machbarkeitsstudien zur Vorbereitung von 5 Demonstrations­projekten.


Projektbeteiligte

Projektleiter

DI Christof Amann
e7 Energie Markt Analyse GmbH

Projekt- und Kooperationspartner

  • Allplan GmbH
  • Bluewaters Environmental Consulting
  • Havel & Havel Beratungs GmbH
  • Österreichischer Verband der Immobilientreuhänder ÖVI
  • pos architekten ZT-KG
  • Schöberl & Pöll OEG

Kontaktadresse

e7 Energie Markt Analyse GmbH
DI Christof Amann
Theresianumgasse 7, 1040 Wien
Tel.: +43 (1) 9078026-58
E-Mail: christof.amann@e-sieben.at
Web: www.e-sieben.at


FFG ID: 825351

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