Passivhaussanierung Graz - Dieselweg

Sanierung der ehemaligen Puch-Siedlung in Graz Liebenau aus den 1950er bis 1970er Jahren als Musterbeispiel für eine Passivhaussanierung nach modernstem Standard unter besonderer Rücksichtnahme auf die MieterInnen - "vom Hausbrand zur Solarautarkie".

Title and Synopsis

Refurbishment of a housing complex to passive-house standard, Graz - Dieselweg

Refurbishment of the former 'Puch-Siedlung", built as a housing area for employees of the company 'Puch", in Graz Liebenau, in the period from the 1950s to 1970s, as an exemplary model for a refurbishment in "passive house standard" with special thoughtfulness to the tenants. "From domestic fuel to solar self sufficiency"


Beschreibung

Status

abgeschlossen

Logo Klimaenergiefonds Dieses Projekt wurde vom Klima- und Energiefonds finanziert.

Kurzfassung

Ausgangssituation/Motivation

Die von 1950 bis 1970 gebaute Siedlung mit 204 Wohneinheiten in vier geschoßigen Gebäuden ohne Lift wurde mit Strom,Öl und Festbrennstoffen beheizt.Der CO2-Ausstoß betrug 700 t/a, die Energiekennzahlen bewegten sich im Bereich von 142 bis 225 kWh/m²a. Im Jahr 2007 kaufte die GIWOG die vier Gebäude an, mit dem Ziel, eine Passivhaussanierung in großem Stil durchzuführen, um den Hausbrand und die Feinstaubemissionen zu beseitigen und den Energieverbrauch nachhaltig massiv zu senken.

Inhalte und Zielsetzungen

Durch eine Kombination aus optimaler Wärmedämmung, solarer Energieerzeugung, ergänzt durch Grundwasserwärme- und Kältegewinnung und eine unterstützende Speichertechnik konnten die Schadstoffemittenten beseitigt und dadurch eine wesentliche Verbesserung der Luftgüte erreicht werden, was besonders für die BewohnerInnen eine Entlastung mit sich bringt.

Methodische Vorgehensweise

Wärmeverluste wurden mittels Solarfassade aus Glas, Holz und Kartonwaben mit integrierten Passivhausfenstern und Lüftungskanälen minimiert. Weiters wurde eine großdimensionierte Solaranlage sowie eine grundwasserversorgte Wärmepumpe mit Pufferspeicher installiert. Die Heizungsleitung und Warmwasserzufuhr wurde in die alte Außenwand („Klimawand“) integriert. Keller- und Dachgeschoßdecken wurden gedämmt. Die Überwachung und Regulierung der Wärmeerzeugung und des Wärmeverbrauchs erfolgt über Internet. Wichtige Punkte im Projekt waren die Einbeziehung der erweiterten Balkone in den Wohnraum, der Zubau von Aufzügen sowie die Einbeziehung der MieterInnen.

Ergebnisse

Es konnte eine Senkung des Heizwärmebedarfs (Energiekennzahlen alt: von 142 bis 225 kWh/m²a, Energiekennzahlen neu: 9,6 bis 13,6 kWh/m²a) erreicht werden. Die Heiz- und Warmwasserkosten konnten um mehr als 90 % reduziert werden, was auf eine hohe Akzeptanz der MieterInnen stößt.


Projektbeteiligte

Projektleitung

Bmst. Ing. Alfred Willensdorfer
GIWOG - Gemeinnützige Industrie-Wohnungs-AG

Projekt- bzw. Kooperationspartner


Publikationen


Kontaktadresse

GIWOG - Gemeinnützige Industrie-Wohnungs-AG
Bmst. Ing. Alfred Willensdorfer
Adresse: Welser Straße 41, A-4060 Leonding
Tel.: +43 (50) 8888-142
Fax: +43 (50) 8888 197
E-Mail: bauwesen@giwog.at
Web: http://www.giwog.at/


FFG ID: 813994

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