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Baustrukturen und Nutzungsvarianten von hoher sozialer Funktionalität in plusEnergie-Standard für ländliche Gebiete
In ländlichen Gemeinden besteht ein hoher Bedarf an nachhaltigem Bauen und an der Schaffung von innovativen Wohnformen. Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung und Gestaltung von Baustrukturen und Nutzungsvarianten für Häuser und Siedlungen, die den neuen Wohnbedürfnissen und Anforderungen an sozialer Integration in den Kernzonen von ländlichen Gemeinden entsprechen.
Title and Synopsis
In small to medium sized communities in rural Regions there is a high demand for sustainable building and space for innovative living facilities, to satisfy the requirements of current and coming life designs. The project’s intentions are to provide social scientific groundwork, develop building structures and utilization options of high social functionality and to transfer knowledge to decision makers in communities and regional authorities.
Beschreibung
Status
laufend
Kurzfassung
Ausgangslage
Neue sozio-ökonomische und sozio-kulturelle Entwicklungen erfordern Innovationen im Wohnbau: Dem Idealbild an Haushaltsformen, der „klassischen“ Kleinfamilie, steht eine gesellschaftliche Realität an differenzierten und zukunftsweisenden Wohnraumbedürfnissen gegenüber (z.B. AlleinerzieherInnen, Patchworkfamilien, jüngere/ältere Singles). In kleinen bis mittleren ländlichen Gemeinden (ca. 2000 in Österreich) bestehen Anforderungen für nachhaltiges Bauen (verdichteter Wohnbau als Alternative zum freistehenden Einfamilienhaus) und neue Wohnraumbedürfnisse. Wohnbau-Innovationen können einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur sozialen Attraktivität von Gemeinden leisten. Daraus leiten wir die Anforderung zur Entwicklung und Umsetzung von Formen des verdichteten Flachbaus mit hoher sozialer Funktionalität im Hinblick auf neue Wohnraum- und Haushaltsbedürfnisse als wandelbares und offenes Bausystem mit plusEnergie-Standard ab.
Ziele des Projekts
- Erarbeitung sozialwissenschaftlicher Grundlagen für die Planung von Gebäuden und Siedlungen in verdichteter Flachbauweise im Hinblick auf neue Wohnraum- und Haushaltsbedürfnisse als Voraussetzung für energiebewusstes Wohnen;
- Entwicklung von Baustrukturen & Nutzungsvarianten für Häuser/Siedlungen, die neuen Wohnbedürfnissen & Anforderungen an soziale Integration in den Kernzonen ländlicher Gemeinden entsprechen; unter Berücksichtigung der Lebenszykluskosten für flexible Gebäude, anwendbar für ländliche Gemeinden, konkret für das Demonstrationsobjekt Open Living (Gemeinde Bürmoos);
- Erarbeitung von Argumentationslinien für den Nutzen und die Attraktivität von verdichtetem Flachbau im Vergleich zu anderen Bauformen;
- Erfassung der grenzüberschreitenden Problematik im Salzburger Umfeld (OÖ, Bayern);
Wissenstransfer gewonnener Erkenntnisse zu EntscheidungsträgerInnen in Gemeinden/Regionen.
Inhalte, Schwerpunkte und Umsetzung
Im Rahmen einer sozialwissenschaftlichen Grundlagenforschung werden die sozioökonomischen, soziokulturellen, demografischen Entwicklungen und rechtlichen Rahmenbedingungen für die Planung und Umsetzung von neuen Wohnformen und Baustrukturen für verdichtete Flachbauweise erarbeitet. Des Weiteren wird das Erfahrungswissen von einschlägigen AkteurInnen (Bauträgern, ArchitektInnen, WissenschaftlerInnen, VertreterInnen von Gemeinden) erfasst und aufbereitet. Daneben wird die Bedarfslage auf Seiten der NutzerInnen (AlleinerzieherInnen, ältere Menschen, Patchworkfamilien) und Gemeinden erhoben. Da sich die Problematik des „Missing-Link“ zwischen EFH und Geschosswohnungsbau in allen ländlichen Gemeinden stellt, wird für die Untersuchung eine Zusammenarbeit mit den angrenzenden bayerischen Landkreisen angestrebt.
Auf dieser Grundlage werden Grundriss- und Nutzungsvarianten für eine verdichtete „Flachbauweise“ entwickelt und gestaltet, die den Erkenntnissen der neuen Wohnbedürfnisse und gesellschaftlichen Anforderungen an sozialer Integration in den Kernzonen von Kleingemeinden im ländlichen Raum entsprechen. Die in einem anschaulichen und allgemein verständlichen Katalog mit eingearbeiteten Argumentationslinien für nachhaltiges Bauen und Entwicklungen abgebildetenhypothetischen Haus- und Siedlungstypen dienen als Grundlage für den Wissenstransfer, im besonderen an politische EntscheidungsträgerInnen in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Wird das Leitprojekt Open Living umgesetzt, findet eine Abstimmung und Verifizierung der wissenschaftlichen Erhebungen von conSalis mit den Bedürfnissen der zukünftigen NutzerInnen des Demonstrationsobjekts und den Nutzererfahrungen der Wohnbaugenossenschaft „die Salzburg“ und der Gemeinde statt.
Projektbeteiligte
Projektleitung
Architekten Mayer + Seidl
Projekt- bzw. Kooperationspartner
Kontaktadresse
Architekten Mayer + Seidl
5020 Salzburg, Fürbergstraße 27
Tel.: +43 (662) 65 17 00
Fax: +43 (662) 65 17 00 – 17
E-Mail:
architekten@mayerseidl.at
Web: www.mayerseidl.at
