Stadtumbau Lehen - Subprojekt 3: Demonstrationsprojekt - intelligentes E-Monitoring

Projektinhalte sind die Umsetzung eines innovativen Energieverbrauchs-Monitoring-Konzepts mit aktiver Einbindung der BewohnerInnen und die Untersuchung der hieraus resultierenden Auswirkungen auf das Verbrauchsverhalten. Smart Meter sowie Monitoring- und Visualisierungs-Einheit werden in einem Teil der neu errichteten Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Stadtwerks Lehen in Salzburg installiert. Mittels unterschiedlicher Testgruppen sollen potenzielle Hemmnisse bzw. Anreize zur Nutzung von Monitoring-Tools in Abhängigkeit von Art und Umfang der bereitgestellten Informationen identifiziert werden. Hierzu werden Messergebnisse ausgewertet, BewohnerInnen befragt und Erkenntnisse aus der laufenden Anlagen- und BewohnerInnenbetreuung mit einbezogen.

Beschreibung

Dieses Projekt ist ein Subprojekt des Leitprojekts "Stadtumbau Lehen".

Status

laufend

Kurzfassung

Das für das Leitprojekt Stadtumbau Lehen geplante Monitoring-Konzept hebt sich von vergleichbaren, bereits bestehenden Lösungen insofern ab, dass – ergänzend zum Einsatz von Smart Metern sowie eines Tools zur Visualisierung von Verbrauchsdaten – die BewohnerInnen aktiv über gegenseitige Kommunikation mit eingebunden werden. Durch bessere Integration, Information und Servicierung der BewohnerInnen soll eine höhere Bereitschaft zur aktiven Beschäftigung mit dem Thema Energieverbrauch und den damit verbundenen Kosten und Emissionen herbeigeführt werden.

Von den 300 neu zu errichtenden Wohnungen auf dem ehemaligen Gelände der Salzburger Stadtwerke werden 76 Wohneinheiten der gswb mit Smart Metern ausgestattet und mindestens 60 davon als Testwohnungen, unterteilt in verschiedene Untersuchungsgruppen, in das Projekt mit einbezogen. MieterInnen, die sich für eine der mindestens 60 Testwohnungen interessieren, werden von Beginn an über das Projekt und die zugehörigen Ziele informiert und über die gesamte Laufzeit des Forschungsvorhabens mittels 24 h Serviceline, persönlicher Energieberatung und Feedbackgesprächen intensiv betreut. Mit Hilfe unterschiedlicher Testgruppen sollen potenzielle Hemmnisse bzw. Anreize zur Nutzung von Monitoring-Tools identifiziert werden.Die zentrale Frage ist, ob und wenn ja, welche Auswirkungen die Bereitstellung und Visualisierung von Energieverbrauchsdaten in Verbindung mit unterschiedlicher Art von Information und Betreuung auf die BewohnerInnen in den Testwohnungen hat. Hierzu werden Messergebnisse ausgewertet, BewohnerInnen befragt und Erkenntnisse aus der laufenden Anlagen- und BewohnerInnenbetreuung mit einbezogen.

Die Salzburg AG will mit diesem Projekt praktische Erfahrungen mit der Zusammenarbeit zwischen Smart Meter, Meter Datamanagement-System und Webportal gewinnen. Die Projektpartnerin gswb erwägt im Falle eines Erfolgs des gegenständlichen Demonstrationsprojekts den Einbau in allen Neubauprojekten. Damit auch andere Bauträger bzw. gebäudeverwaltende Unternehmen die Erkenntnisse aus dem Projekt nutzen können, werden die Projektergebnisse öffentlich verfügbar gemacht. Gelingt es im Zuge des Projekts, einen Standard zu schaffen, der von einer Reihe von gebäudeverwaltenden Unternehmen übernommen wird, sind infolge höherer Stückzahlen geringere Kosten je Monitoring-Einheit und in der Folge eine schnellere Marktdurchdringung zu erwarten. Es ist auch denkbar, die Implementierung des im Projekt zu testenden Monitoring-Konzepts bzw. gleichwertiger Systeme mit zusätzlichen „Punkten“ in der Salzburger Wohnbauförderung zu „belohnen“ und so einen finanziellen Anreiz zur Implementierung derartiger Systeme zu geben.

Durch die Darstellung der Verbrauchswerte in einer geringen Auflösung können weiters Geräte mit hohem Energieverbrauch identifiziert und in der Folge entfernt bzw. ersetzt werden. Die Energiekostenrechnung der MieterInnen wird dann entlastet.

Das Forschungsvorhaben wird schließlich – einen erfolgreichen Verlauf vorausgesetzt – einen Beitrag zur weiteren Stärkung der technologischen Position Österreichs im Themenbereich Smart Metering leisten können.


Projektbeteiligte

Projektleiter

Salzburg AG

Projekt- und Kooperationspartner

  • Gswb (gemeinnützige Wohnbaugesellschaft)
  • SIR - Salzburger Institut für Raumordung und Wohnen, Salzburg

Kontaktadresse

Strasser Bernhard/Salzburg AG
Bayerhamerstraße 16
Tel.: +43 (662) 8884 2759
E-Mail: Bernhard.strasser@salzburg-ag.at
Web: www.salzburg-ag.at


FFG ID: 832737

top